Vom 23. bis 25. fand in Dresden die Messe KarriereStart statt. Ich hatte mir den Freitag freigenommen, meine Motivation zu arbeiten war eh sehr gering. Die Messe präsentierte drei große Komplexe - Berufsausbildung, Existenzgründung und Personaldienstleistungen. Die Berufsausbildung ist bei mir vorbei, in Lohn und Brot stehe ich auch. Also bleibt die Existenzgründung. Im Fachprogramm hatte ich mir vier Vorträge ausgesucht, die rein thematisch lohnenswert schienen.
Mit einer kleinen Verspätung ging es zum ersten Vortrag "Effektiv bessere Ergebnisse" von einem Herrn Martin Geiger, Effizienztrainer®. Ein ganz symphatischer Kerl, und ein Coach, wie er im Buche steht. N paar olle Weisheiten sprachlich nett verpackt, ein zwei Späße dazu, das Ganze mit einem blend-a-dent-Lächeln serviert. Und zack, ist der gelungene Vortrag fertig. Die großen Überraschungsmomente blieben allerdings aus.
Der zweite Vortrag "Unternehmenskultur & Marketing" schien mir vom Thema her der interessanteste zu sein. Leider wurde das Thema durch den Vortragsstil des Herrn Saupe vollkommen zerissen, entweder kam da die Müdigkeit durch, oder er hatte sich hoffnungslos in dem Zettelwust seiner vorgelesenen Präsentation verloren. Schöne Unternehmenskultur...
Der dritte Beitrag war im eigentlichen Sinne kein Vortrag. Der futureSax Businessplanwettbewerb, vertreten durch Herrn Neumann, stellte sich vor. Dolle Sache, gute Preisgelder, vielleicht mache ich ja ab Herbst 2009 mit. Fehlt nur noch die Geschäftsidee.
Der vierte und letzte Vortrag schien vom Titel her sehr trocken. "Gewerberecht", vorgetragen von der IHK. Auch das noch! Überraschenderweise war das ein sehr kurzweiliger Vortrag, an vielen Stellen musste ich gar schmunzeln. Und meinen Horizont konnte ich auch noch erweitern. Danke IHK!
Den schwarzen Peter bekommen aber die Veranstalter. Auch wenn das nur eine Messe für armselige Schüler und noch armseligere Existengründer ist, aber so schlecht sollte niemand verpflegt werden! Nachdem ich meine Spirellis mit Wurstgulasch auf dem Teller hatte, fiel der Dame hinter der Theke ein, dass der Käse alle ist. Während der Käse anscheinend noch reifen musste, erhielten dann schon drei weitere Gäste ihren Spirelliteller. Mit kalten Spirellis aber frischem Käse und einer kleinen Apfelschorle durfte ich acht Euro berappen, nachdem ein helles Köpfchen an der nicht vorhanden Kasse in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit und verklärtem Blick fünf und drei Euro addiert hatte.
Über die Aussteller kann ich nicht viel sagen, bleibenden Eindruck haben die Postbank und die Hamburg-Mannheimer hinerlassen.
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