DatenmüllMontag, 2. Februar 2009Letzte Woche habe ich ein IT-Seminar zum Thema Datenschutz besucht. Ganz nette Sache. Bis auf ein paar anwesende Nerds. Hyperaktive, allwissende, nervende IT-Fuzzies. Der Dozent konnte sich zum Glück ab un zu durchsetzen. Eingestiegen sind wir mit einem Rückblick auf 2008. Wäre nicht gen Ende die Bankenpandemie ausgebrochen, hätte man 2008 sicherlich das Jahr der Datenschutzskandale nennen können. Für alle, die den Überblick verloren haben, folgen jetzt die Highlights. Wir erinnern uns alle, gleich zum Jahresauftakt gab es die Liechtenstein-Affäre. Mal abgesehen vom strafrechtlichen Vergehen des Herrn Zumwinkel, war auch die Datenweitergabe eines Mitarbeiters der LGT-Bank nicht ganz unumstritten. Nicht minder umstritten ging es mit der Vorratsdatenspeicherung und der Onlinedurchsuchung weiter. Mittlerweile abgeschmettert bzw. entschärft, wird es wohl trotzdem irgendwann wieder auf den Tisch kommen. Danach gab sich Lidl die Ehre. Videoüberwachung der Mitarbeiter mit anschließender Beschattung durch Dedektive. Ein Kandidat für den Arbeitgeber des Jahres! Ähnlich loyal seinen Mitarbeitern gegenüber verhielt sich kurz darauf der magentafarbene Riese. Bespitzelung von Kollegen, Vorständen und Aufsichtsräten. Ganz nach dem eigenen Slogan - 'Erleben, was verbindet'! Auch damit müssen Datenschützer rechnen. Zwei Kurierfahrer stellten ein Paket mit Kreditkarten nebst PIN der Frankfurter Rundschau zu, um zu vertuschen, dass sie einen Christstollen entwendet hatten. Erinnernswert bleibt uns die Einführung der Steuer-ID im Gedächtnis. Pannen über Pannen. Verwechslung der Personendaten, Angaben zur Bankverbindung oder zum Vermieter dürften viele Bürger an den rechmäßigen Umgang mit ihren Daten zweifeln lassen. Dann kann ich mich noch düster an ein vergessenes Standard-Passwort bei der Einführung einer Online-Anwendung von Meldeämtern erinnern. Beim Schlagwort Meldeämter fällt mir auch noch den öffentlichen Datenverkauf an Dritte ein, der man nur mit einem Widerspruch entgegenwirken kann. Und, schon dran gedacht?! Kunden der NKL dürften sich gefreut haben, als sie Mitte 2008 erfahren haben, dass ihre Daten inklusive Adresse und Bankverbindung gehandelt worden sind. Wenn sie Glück hatten wurde auch gleich noch ein Abo abgebucht. Schon mal von der Einladerdatei gehört? Ich bis letzte Woche auch noch nicht! In ihr sollen alle Personen und Organisationen erfasst werden, die für einen visumpflichtigen Ausländer bürgen. So, das wars! Die Auflistung verdient bestimmt nicht das Prädikat 'vollständig', aber irgendwie ähnelt sich auch alles immer wieder - ich gebe meine Daten freiwillig ab oder muss sie abgegeben, darf mir noch die Datenschutzerklärung durchlesen und finde mich am nächsten Tag in der Zeitung wieder. Gute Nacht! Vorfahrt für DummiesMontag, 2. Februar 2009Auf einer der letzten Autofahrten herrschte Ratlosigkeit im Wagen, als die Frage aufkam warum es zwei vorfahrtsgewährende Schilder im Straßenverkehr gibt: Die StVO hilft weiter, hier §§ 8, 42. Das erste Zeichen, die Vorfahrtstraße, gibt die Vorfahrt bis zum nächsten Zeichen 'Vorfahrt gewähren', 'Halt, Vorfahrt gewähren' oder 'Ende der Vorfahrtstraße. Es steht am Anfang der Vorfahrtstraße und wird an jeder Kreuzung und an jeder Einmündung von rechts wiederholt. Außerhalb geschlossener Ortschaften verbietet es das Parken auf der Fahrbahn. Das zweite Zeichen gibt die Vorfahrt nur an der nächsten Kreuzung oder Einmündung. Außerhalb geschlossener Ortschaften steht es 150 bis 250 m davor, sonst wird auf einem Zusatzschild die Entfernung, wie '80 m', angegeben. Innerhalb geschlossener Ortschaften steht es unmittelbar vor der Kreuzung oder Einmündung. Nice to know. Aber eigentlich reicht es aus, wenn man weiß, dass bei beiden Schildern ohne Rücksicht auf Verluste gebrezelt werden kann. Gute Fahrt! GründertreffMittwoch, 28. Januar 2009Ich war gestern mit einem Freund beim Gründertreff. Veranstalter war Dresden exists. Ich war positiv überrascht, eine sehr hochwertige Veranstaltung. Gut, bis auf ein paar Nasen, Studenten und Neunmalkluge im Auditorium. Das Programm bestand aus zwei Vorträgen zum Thema "Selbständig im Nebenerwerb", gefolgt vom Networking am Buffet. Im ersten Vortrag ging es allgemein um die Selbständigkeit im Nebenwerb. Was alles beachtet werden muss, welche Formalitäten von Nöten sind, welche Steuern anfallen, pipapo. Der zweite Vortrag war dann das praktische Beispiel des Ganzen. Ein angehender Jurist und Jungunternehmer. Humor hatte er auch noch, das scheint noch bei vielen Juristen am Anfang so zu sein. Er stellte sein Unternehmen, die Gründung desselbigen und damit verbundene Probleme und deren Lösungen vor. Das anschließende Networking musste bei uns leider wegen Zeitmangels ausfallen, aber das Buffet hat trotzdem geschmeckt. Ich kann die Veranstaltung durchaus weiterempfehlen, nächster Gründertreff ist der 24.02. zum Thema Ertragssteuern. KarriereStart RésuméMontag, 26. Januar 2009Vom 23. bis 25. fand in Dresden die Messe KarriereStart statt. Ich hatte mir den Freitag freigenommen, meine Motivation zu arbeiten war eh sehr gering. Die Messe präsentierte drei große Komplexe - Berufsausbildung, Existenzgründung und Personaldienstleistungen. Die Berufsausbildung ist bei mir vorbei, in Lohn und Brot stehe ich auch. Also bleibt die Existenzgründung. Im Fachprogramm hatte ich mir vier Vorträge ausgesucht, die rein thematisch lohnenswert schienen. Mit einer kleinen Verspätung ging es zum ersten Vortrag "Effektiv bessere Ergebnisse" von einem Herrn Martin Geiger, Effizienztrainer®. Ein ganz symphatischer Kerl, und ein Coach, wie er im Buche steht. N paar olle Weisheiten sprachlich nett verpackt, ein zwei Späße dazu, das Ganze mit einem blend-a-dent-Lächeln serviert. Und zack, ist der gelungene Vortrag fertig. Die großen Überraschungsmomente blieben allerdings aus. Der zweite Vortrag "Unternehmenskultur & Marketing" schien mir vom Thema her der interessanteste zu sein. Leider wurde das Thema durch den Vortragsstil des Herrn Saupe vollkommen zerissen, entweder kam da die Müdigkeit durch, oder er hatte sich hoffnungslos in dem Zettelwust seiner vorgelesenen Präsentation verloren. Schöne Unternehmenskultur... Der dritte Beitrag war im eigentlichen Sinne kein Vortrag. Der futureSax Businessplanwettbewerb, vertreten durch Herrn Neumann, stellte sich vor. Dolle Sache, gute Preisgelder, vielleicht mache ich ja ab Herbst 2009 mit. Fehlt nur noch die Geschäftsidee. Der vierte und letzte Vortrag schien vom Titel her sehr trocken. "Gewerberecht", vorgetragen von der IHK. Auch das noch! Überraschenderweise war das ein sehr kurzweiliger Vortrag, an vielen Stellen musste ich gar schmunzeln. Und meinen Horizont konnte ich auch noch erweitern. Danke IHK! Den schwarzen Peter bekommen aber die Veranstalter. Auch wenn das nur eine Messe für armselige Schüler und noch armseligere Existengründer ist, aber so schlecht sollte niemand verpflegt werden! Nachdem ich meine Spirellis mit Wurstgulasch auf dem Teller hatte, fiel der Dame hinter der Theke ein, dass der Käse alle ist. Während der Käse anscheinend noch reifen musste, erhielten dann schon drei weitere Gäste ihren Spirelliteller. Mit kalten Spirellis aber frischem Käse und einer kleinen Apfelschorle durfte ich acht Euro berappen, nachdem ein helles Köpfchen an der nicht vorhanden Kasse in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit und verklärtem Blick fünf und drei Euro addiert hatte. Über die Aussteller kann ich nicht viel sagen, bleibenden Eindruck haben die Postbank und die Hamburg-Mannheimer hinerlassen. VPN mit NCP Secure Client und Speedport W502VMontag, 19. Januar 2009Ein Kollege hat für sein Dienst-Notebook von unserer IT-Abteilung einen DSL-Zugang samt VPN eingerichtet bekommen. Es wurde aber kein VPN-Tunnel aufgebaut. Laut IT-Abteilung ist das Notebook korrekt eingerichtet, die Leitung der Telekom ist schuld. Also hat der Kollege einen Telekommitarbeiter bestellt. Wenig überraschendes Ergebnis - der Router und die Leitung sind richtig eingestellt, es muss am Notebook liegen. Nun sollte ich noch mal drüber schauen. Und nach kurzer Google-Suche hatten wir (wahrscheinlich) des Rätsels Lösung. Der Speedport W502V ist nicht VPN-fähig. Aha?! Und das weiß die Telekom nicht?! Und die IT-Abteilung hat sich vorher auch nicht informiert, welche Router geeignet sind?! Da muss erst ein kleiner IT-Betreuer-Hanswurst dran?! Nun ja, bei Google gibt es sogar die Anleitung zu einem Workaround. Portforwarding einschalten, UDP 500 öffnen, und fertig ist der Lack. Die Lösung wird jetzt grad ausprobiert. Ich reiche das Ergebnis noch nach! |
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